Zeitplanung

Geplante internationale Konferenzen:

  • Ende des ersten Förderjahres (Uni Marburg): »Visuelles Design: die Journalseite als gestaltete Fläche« (TP 3, TP 4 und TP 5). Mit der Akzentuierung der visuellen Organisation von Journaltexten in Schrift und Bild tritt deren Simultaneität und Flächigkeit in den Vordergrund. Historisch zu differenzieren gilt es das Verhältnis von Tech­nikgeschichte und Seitengestaltung, etwa in variierenden Schrift/Bild-Koppelungen; ästhetisch ist neben dem Zusammenspiel ikonischer Visualität mit schriftgebundenen Texten vor allem die genuin vi­suelle Qualität letzterer aufzuschlüsseln, die sich in historisch, kulturell oder generisch diffe­rierenden Präferenzen für bestimmte makro-, meso- und mikrotypographische Designs äußert. Zentral sind Effekte und Strategien visueller Rezeptionslenkung ebenso wie seman­tische Optionen, die mit dem organisierten Nebeneinander der unterteilten Fläche bzw. mit räumlicher Tiefensuggestion auf ihr verbunden werden.
  • Ende des zweiten Förderjahres (Uni Bochum): »Lektüreabbruch – Anschlußlektüren: Journale lesen« (TP 2 und TP 6). Die Ta­gung zielt, zeitlich gestaffelt und international gefächert, auf close readings heterogener Journaltexturen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, deren Ausgangspunkt die konkrete Materialität der Erscheinungsform sowie deren rezeptionssteuernde Potentiale bilden. Ge­fragt wird nach materialiter offerierten Lektürewegen und Leserichtungen, nach Prozessen der Bedeutungsgenerierung und ‑überlagerung unter den spezifischen temporalen und spa­tialen Konditionen periodischer Publikation sowie nach Formen der Reflexion von Journal­medialität.
  • Ende des dritten Förderjahres (Uni Köln): »Orte des Lesens. Journalrezeption in privaten und halböffentlichen Räu­men des 19. Jahrhunderts« (TP 1 in Kooperation mit Natalie Binczek, Bochum). Im Fokus der Tagung steht der anhand von Fallbeispielen aus dem genannten Zeitraum systematisch zu entwickelnde Konnex zwischen den Formatbedin­gungen der Journale und den räumlich-institutionellen Strukturen der Journallektüre, wie sie die häusliche Privatheit, die Bibliothek oder das Kaffeehaus repräsentieren. Von zentraler Bedeutung ist dabei die heuristische Unterscheidung zwischen Buch- und Journalmedium.

Geplante teilprojektübergreifende Workshops:

Geplante Workshops der Teilprojekte:

  • Zweites Halbjahr:
    Workshop »Rahmensetzung, Rahmenauflösung und Flow-Strukturen« (TP 6) in Bo­chum
  • Drittes Halbjahr:
    Workshop »Metaisierungsformen in Journalliteratur« (TP 1, TP 3, TP 6) in Köln
    Workshop »Datumskunst, Chronosemie, Chronopoetik« (TP 2) in Bochum
  • Viertes Halbjahr:
    Workshop »Das Klischee in Bewegung. Zur Dynamisierung von Text/Bild-Beziehungen im Journal durch die Stereotypie (1830–1860)« (TP 4) in Bochum
  • Fünftes Halbjahr:
    Workshop »Ästhetik der Serialität: Fortsetzungs- und Wiederholungskunst« (TP 1) in Köln
    Workshop »Zeit-Kreuzungen 1800/1900: Zeit des Journals / Zeit der Literatur« (TP 2) in Bochum
    Workshop »Schnittstelle Fotografie/Schrift« (TP 5) in Marburg