Buchreihe Journalliteratur

Die Ergebnisse der Forschergruppe »Journalliteratur« werden, je nach Erfordernis der Darstellung, in gedruckter oder in digitaler Form veröffentlicht.

Druckpublikationen der Forschergruppe erscheinen im Wehrhahn-Verlag, Hannover, in der neubegründeten Reihe »Journalliteratur«, deren Markenzeichen in der Materialität der Untersuchungsgegenstände begründete Formatvarianz ist. Hier finden Monographien aus der Projektarbeit ebenso ihren Ort wie die Dokumentation einzelprojektübergreifender internationaler Konferenzen, ferner herausragende thematisch affine Qualifikationsschriften aus dem institutionellen Umfeld der Forschergruppe.

Das Stylesheet für die Reihe »Journalliteratur« finden sie hier.

Flankierend steht für Publikationen kürzeren Umfangs (zwischen Aufsatz und Monographie) das »Pfennig-Magazin zur Journalliteratur« im Quartformat zur Verfügung.


Der zweite Band der Reihe »Journalliteratur« ist erschienen.

Stephanie Gleißner / Mirela Husić / Nicola Kaminski / Volker Mergenthaler: Optische Auftritte. Marktszenen in der medialen Konkurrenz von Journal-, Almanachs- und Bücherliteratur. Hannover 2019. (ISBN 978-3-86525-714-7)

Klappentext

Wer sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ins bunte Gewühl des literarischen Markts stürzt, wird sogleich heftig umworben, nicht nur seitens der meist in Oktav gedruckten Bücher, sondern gerade auch der Unterhaltungsblätter (in Quart) und des zierlichen Duodez- oder Sedezgeschlechts der Taschenbücher und Kalender. Der Kampf um die Zuneigung des »geliebten Lesers« und der »nie genug zu liebenden Leserinn« (so publikumszugewandt das Taschenbuch für Frohsinn und Liebe auf das Jahr 1826) wird mit ganzem Körpereinsatz geführt, mitunter auch mit samtenen oder seidenen Bandagen.

Angefangen bei der Vielfalt möglicher Einbände, zwischen denen die Leserin, der Leser wählen kann, über die verschiedenen Formate, Goldschnitt, ja Lettern und mise en page bis hin zur Qualität des Papiers – der Körper der Literatur in seiner visuellen und haptischen Dimension tritt auf dem Markt, verstanden als konkurrentes Ensemble der belletristischen Neuerscheinungen im jeweiligen hic et nunc, in Erscheinung: selbstbewußt, nicht etwa als beschwerendes Beiwerk eines gemeinhin als ›abstrakt‹ gedachten Textes. Daß dieser optische (und haptische) Auftritt das konstituiert, was zeitgenössisch als Literatur gelesen wird, bildet die Prämisse des vorliegenden Buchs. Es bietet, synchron und syntop, sieben Marktszenen, die, auf der Spur je eines journal- oder taschenbuchförmigen ›Protagonisten‹, in sieben Spaziergängen entfaltet werden: durch Berlin 1802/03 und 1847/48, durch Stuttgart 1816/17, Wien und Leipzig 1825ff., nochmals Leipzig 1838/39 und wieder Wien sowie Pesth 1840ff., mit Seiten-, Rück- und Wechselblicken von hier nach dort und von dort nach hier.


Der erste Band der Reihe »Journalliteratur« ist erschienen.

Herausgegeben von Andreas Beck / Nicola Kaminski / Volker Mergenthaler / Jens Ruchatz: Visuelles Design / Visual Design. Die Journalseite als gestaltete Fläche / The Periodical Page as a Designed Surface. Hannover 2019. (ISBN 978-3-86525-696-6)

Klappentext

Visuelles Design. Die Journalseite als gestaltete Fläche dokumentiert den Forschungsertrag der ersten internationalen Konferenz der DFG-Forschergruppe 2288 »Journalliteratur«. Die hier gebotenen Beiträge widmen sich der visuellen Gestaltung von Journalen, im Sinne der Forschergruppe verstanden als das gesamte Spektrum periodisch erscheinender Printpublikationen. Das Interesse richtet sich auf die Journal(doppel)seite als sichtbare bedruckte Fläche, auf der Worte und Bilder in einem gestalteten Zusammenhang erscheinen. Als Prämisse ist gesetzt, dass die schrift- und bildförmigen Journalinhalte sich nicht abstrakt, körper- wie ortlos, realisieren, sondern an die Materialität und Druckordnung des Journals gebunden bleiben, die eine flächige wie sequentielle Anordnung diverser visueller Elemente vorsehen. Derart werden journalspezifische Momente der (Doppel-)Seitengestaltung konturiert, nicht zuletzt im Vergleich zu anderen Medienformaten, insbesondere dem Buch. Behandelt werden Aspekte anglo-amerikanischer, deutschsprachiger, französischer und arabischer Journalliteratur, überwiegend des ›langen‹ 19. Jahrhunderts.

Visual Design: The Periodical Page as a Designed Surface documents the findings of the first international conference of the DFG-funded research unit 2288 »Journalliteratur«. The contributions collected here deal with the visual design of the ›journal‹, taken to mean the whole spectrum of periodical print publications, including amongst others newspapers and magazines. Interest is focused on the periodical page (or double-page spread) as a visible printed surface on which words and images appear in a designed context. The premise is that the written and pictorial content of the periodical is not realized in abstraction, as disembodied and placeless, but remains tied to the periodical’s materiality and its regimen of print, which provide for a two-dimensional and sequential arrangement of diverse visual elements. Thus, periodical-specific elements of (double-)page design are identified and outlined, not least in comparison to the formats of other media, especially the book. The papers deal with aspects of Anglo-American, German-speaking, French and Arabic periodical production, mainly of the ›long‹ nineteenth century.