Arbeitsformen

Arbeitsformen

Jour fixe: Der während des Semesters monatlich in Bochum stattfindende jour fixe stellt für alle Mitglieder der Forschergruppe eine Möglichkeit dar, sich kontinuierlich und formlos über alle Aspekte ihrer aktuellen Forschung auszutauschen. Auf Wunsch eines oder mehrerer Teilprojek­te können einzelne jours fixes spezifischen Themen gewidmet werden. Als internes, nichtöffent­liches Forum sollen diese Treffen als Werkstatt für Projekte aller an der Forschergruppe Betei­ligten fungieren. Das gilt insbesondere auch für die Fellows, die in den Teilprojekten jeweils zu Gast sind und hier die Chance erhalten, ihre Forschungsergebnisse (in Gestalt von Arbeitspa­pieren und Werkstattberichten, ggf. auch fertigen Kapiteln) zur Diskussion zu stellen. Die me­thodischen Erweiterungen und die Diversifizierung der Fragestellungen, die auf diesem Weg zu erwarten sind, können auf Wunsch der Gruppe auch in die gemeinsame Lektüre grundlegender theoretischer oder (im oben beschriebenen Sinn) exemplarischer Texte führen. Als Forum kon­tinuierlicher reflexiver Begleitung der Projektarbeit ist der jour fixe zudem konzeptuell wichtiges Fundament für die abschließend geplante gemeinsame Monographie.

Workshop: Während der jour fixe der formlosen internen Selbstverständigung der an der For­schergruppe Beteiligten dient, zielt der in der Mitte jedes Förderjahres innerhalb des Gesamtprojekts veranstaltete zweitägige Workshop auf Erprobung von Projektideen und Analyseansät­zen in kleinem, werkstattartigem Rahmen, fallweise unter Beteiligung externer Spezialist/inn/en, die ihrerseits thematisch affine, möglichst paßgenau auf jeweils für die Forschergruppe relevan­te Fragen zugeschnittene Beiträge einzubringen eingeladen sind. Die konzeptionelle Verantwor­tung für die thematische Ausrichtung der Workshops liegt im Wechsel bei jeweils zwei bis drei Teilprojekten; dieses Instrument soll es ermöglichen, flexibel auf aus der Teilprojektarbeit sich ergebende und teilprojektübergreifend relevante Fragestellungen zu reagieren. Der erste Work­shop, der in Köln unter der Federführung von TP 1 und TP 5 stattfinden wird, ist der Begriffs­arbeit gewidmet; hier soll die gemeinsam erarbeitete analytische Terminologie, insbesondere die Konzepte ›Paratextualität‹ und ›Flow‹, nach den ersten intensiven Erfahrungen in der Mate­rialarbeit der Teilprojekte hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit diskutiert und an konkreten Fall­beispielen ggf. modifiziert und/oder feindifferenziert werden (vgl. oben Punkt 3.3). In der Mitte des zweiten Förderjahrs ist in Bochum unter der Federführung von TP 3 und TP 4 der Work­shop »Journalähnliche Bücher, buchförmige Journale« geplant, dessen Ziel es ist, im Ausgang vom konkret in den Teilprojekten untersuchten Material Publikationsformen, die sich je eigen­tümlich monographisch-periodisch ausnehmen (z.B. das ›eine‹, sequentiell-mehrbändig veröffentlichte Buch; an monographische Präsentationsformen angelehnte Periodika wie Jahrbücher, Taschenbücher; journalartig interrupt erscheinende illustrierte Lieferungswerke), auf die Rele­vanz ihrer medienformatbezogenen Hybridität für die Erkenntnisinteressen im Verbund der For­schergruppe zu befragen. Das Thema des dritten Workshop, für den TP 2, TP 6 und TP 7 federführend sein werden, soll nach Interessenlage in einem fortgeschrittenen Stadium der ge­meinsamen Projektarbeit festgelegt werden.

Klausurtreffen: Am Anfang jedes neuen Förderjahres findet ein Klausurtreffen statt. Dabei soll sowohl eine Evaluierung und kritische Reflexion der im vorangegangenen Jahr geleisteten Forschungsarbeit erfolgen als auch eine methodisch-theoretische Selbstvergewisserung in Ausein­andersetzung mit den Impulsen der je voraufgegangenen internationalen Konferenz. Unter ge­zielter Heranziehung externer, mit der Arbeit der Forschergruppe vertrauter Expert/inn/en sollen in der Zusammenschau auch Perspektiven auf die Forschungsschwerpunkte des je folgenden Jahres entwickelt werden, die die anstehenden Arbeitsschritte weiter konkretisieren und für die Feinjustierung der Projektstruktur Orientierung geben. Die gruppenintern dokumentierten Diskussionsergebnisse der Klausur haben auch zum Ziel, den gemeinsam geführten material- und medienphilologischen Diskurs auf seinen Stand in einer breiteren medienkulturwissenschaftli­chen Fachdebatte hin zu überprüfen. Die erste Klausur zum Auftakt der gemeinsamen Arbeit der Forschergruppe hat den Stellenwert eines konstituierenden Treffens. Zentrales Thema wird hier die konzeptionelle Vorbereitung der internationalen Konferenz »Visuelles Design: die Jour­nalseite als gestaltete Fläche« sein, die unter Federführung der Teilprojekte 3, 4 und 5 am Ende des ersten Förderjahres veranstaltet wird. Insbesondere sollen das Tagungsprogramm, die ein­zuladenden Gäste und ein call for papers abgestimmt werden. Weitere Klausuren werden ande­re Schwerpunkte setzen, die sich an der thematischen Ausrichtung der im folgenden genannten internationalen Konferenzen orientieren und so im triangulären Grundriß des Arbeitsprogramms (vgl. oben Punkt 3.3) wechselnde Akzentsetzungen vornehmen.

Nachwuchskolloquium: Das Nachwuchskolloquium wird von denjenigen Mitgliedern der For­schergruppe organisiert, die sich am Anfang ihrer wissenschaftlichen Laufbahn befinden. Damit soll dem Nachwuchs eine niedrigschwellige Möglichkeit eröffnet werden, wissenschaftliche Pro­fessionalisierung durch Erprobung und Einübung der Techniken zur Aufbereitung und Präsenta­tion von Forschungsergebnissen zu erlangen. Eigenverantwortlich organisieren die Nachwuchs­wissenschaftler/innen einmal im Semester ein Kolloquium, auf dem ihre Projekte diskutiert wer­den. An dem Kolloquium sollen sich auch Masterstudierende beteiligen können, die an einer der an der Forschergruppe beteiligten Universitäten eingeschrieben sind und deren Examensarbei­ten thematisch in Verbindung zu Fragestellungen der Forschergruppe stehen. Es soll die Mög­lichkeit bestehen, fallweise das Nachwuchskolloquium in Gestalt einer kleinen Nachwuchsta­gung abzuhalten.